Pressemitteilung zur Massenabschiebung am Stuttgarter Flughafen

Dokumentation der Pressemitteilung des Regionalen Bündnisses gegen Abschiebungen

Wir protestieren gegen die Frontex-Abschiebungen vom Stuttgarter Flughafen.

Eine weitere Frontex-Abschiebung soll am 13. Dezember 2012 von Stuttgart stattfinden.

Von der Grenzschutzagentur „Frontex“ (Frontière extérieure) organisierter europaweiter Abschiebeflug nach Pristina (Kosovo) wurde vorverlegt und fand bereits am heutigen Mittwoch den 13. November 2012 vom Stuttgarter Flughafen statt. Organisiert und durchgeführt wird die deutsche Beteiligung vom Regierungspräsidium Karlsruhe. Die Betroffenen, mehrheitlich Roma aus dem Kosovo darunter sicherlich auch Kinder und Jugendliche, wurden nachts aus ihren Betten geholt und unter Zwang durch die Polizei zum Flughafen gebracht. 8 Personen sollen aus Baden-Württemberg abgeschoben worden sein. Nähere Informationen liegen zur Stunde nicht vor.

Seit dem 21. April 2010 existiert ein 18 Artikel umfassendes Rückübernahmeabkommen mit dem Kosovo. Ein Rückfall in die klassische Praxis des 19. Jahrhunderts. Das Abkommen wurde ohne Rücksicht auf die Interessen und Rechte der Betroffenen vollzogen. Es enthält ausschließlich Regelungen zur Übernahmepflicht usw.. 15.000 Personen sollen abgeschoben werden, jährlich 2.500 Personen. Wir fordern die sofortige Aufkündigung des Rückübernahmeabkommens durch die Bundesregierung. (mehr…)

Die Isolation durchbrechen – Redebeitrag in MA vom 2.11.

Wir sind eine antirassistische Gruppe aus Heidelberg, die Flüchtlinge auf politischer und organisatorischer Ebene unterstützt. Dabei arbeiten wir hauptsächlich mit den Bewohner*innen des Lagers in Sinsheim zusammen. Ebenso wie in anderen Lagern Deutschlands, werden auch in Sinsheim die Bewohner*innen systematisch schikaniert und von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen.

Lage und Aufbau des Lagers
Das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises ist seit April 1998 für die vorläufige Unterbringung ausländischer Flüchtlinge im Landkreis zuständig und betreibt dazu unter anderem in Sinsheim ein offiziell »Gemeinschaftsunterkunft (GUK)« genanntes Lager, in dem momentan über 350 Flüchtlinge und Migrant*innen aus aller Welt leben. Erst im Februar 2012 sind neu aufgestellte Container von bis zu hundert Flüchtlingen bezogen worden. Sie ist damit die größte Unterkunft im Rhein-Neckar-Kreis und eine der größten Baden-Württembergs. Wie die meisten der Isolationslager, liegt auch dieses am Rande der Stadt, als eines der letzten Gebäude im Industriegebiet; direkt an den Bahngleisen, neben einem Bauschuttunternehmen, gegenüber eines Hundeheims. Die Abgeschiedenheit des Lagers führt zur räumlichen Isolation der Bewohner*innen. Insbesondere Schulkindern erschwert das Leben in der Massenunterkunft weit außerhalb der Stadt das Knüpfen und Aufrechterhalten von Freundschaften. Unmittelbar am Stadtrand untergebracht zu sein, bestärkt das von den Behörden gewünschte Gefühl der Ausgrenzung und dient der Kontrolle der Flüchtlinge. (mehr…)

Filmschau »Residenzpflicht« mit Regisseurin García Bergt

Die Dokumentation wird in Anwesenheit der Regisseurin gezeigt.

Wer in Deutschland Asyl sucht, wird statt Rechte zuerkannt zu bekommen mit Pflichten empfangen – darunter die sogenannte Residenzpflicht. Residenzpflicht bedeutet, dass sich Betroffene nur innerhalb eines behördlich festgelegten Landkreises bewegen dürfen: bei einem Verstoß drohen der Person Geld- oder sogar Freiheitsstrafen. Diese räumliche Einsperrung anderer ist in Europa einzigartig.
Die Doku von Denise García Bergt spürt dieser Gesetzesordnung, das für viele Menschen ein Drangsal bedeutet, nach. Sie interviewte Betroffene, die aus erster Hand über die Absurditäten des kafkaesken deutschen Verwaltungsapparates berichten, sowie Menschen, die öffentlich gegen die desaströsen Bedingungen, unter denen Asylsuchende in Deutschland zu leiden haben, aufbegehren.

Mi, 24. Oktober | 20 Uhr
IBW-Keller | Akademiestraße 3, HD-Altstadt (Eingang über Hof)

Präsentiert von »Aufgetaucht!«, veranstaltet von »Café Freisprung. Tutorium zu Filmanalyse und -kritik«. (mehr…)

Refugee Protest March to Berlin: Start 8. September Würzburg

in solidarity with the action, we advise following pages for information:

The VOICE Refugee Forum


Refugee Self Organization/ Tent Action Webpage

Filmdoku „Willkommen in Spechbach“ 18.7. 20h, Café dalang

Zahid lebt in Spechbach, einer 1800-Seelen-Gemeinde in Baden-Württemberg. Siebzig von ihnen sind, wie er, Flüchtlinge aus Afghanistan oder Pakistan und leben in der Gemeinschaftsunterkunft Schindersklinge. Sie sind die ersten Flüchtlinge in Spechbach – erst seit April 2011 gibt es dort ein Asylbewerberheim.
Nach Krieg, Verfolgung und Flucht angekommen im sicheren Deutschland begegnen den Asylbewerbern neue Hürden: Bürokratie, Asylbewerberleistungsgesetz, Sprachbarrieren oder manchmal einfach nur die dörfliche Abgeschiedenheit.
Die Regiesseurin Juana Guschl drehte ihre Dokumentation im Asyllager in Spechbach von April bis Juni 2011. Sie und ein Flüchtling, der auch im Film mitspielt, werden bei der Filmschau anwesend sein.
Wir werden vor dem Film über die aktuelle Situation im Asyllager in Sinsheim berichten und gerne eure Fragen beantworten.
Das Café dalang ist im Keller des Instituts für Bildungswissenschaft (Akademiestr. 3, HD-Altstadt)

Film Spechbach