SANS PAPIERS Redebeitrag von aufgetaucht vom 18.06.2012

Redebeitrag Montagskundgebung/-demo

Wir, die Gruppe „Aufgetaucht!“, freuen uns, dass die Sans Papier heute in Heidelberg sind.
Wir unterstützen den „Europäischen Marsch der Sans Papiers und Migrant_Innen“ sowie deren Forderungen vollständig und sind begeistert von dem Mut, den diese Menschen hier aufbringen, um für ihre Rechte einzutreten. Sie sind Vorbilder für uns. (mehr…)

[Sinsheim] Zwischen Abschiebung und Isolation. Den rassistischen Konsens durchbrechen

Am vergangenen Samstag demonstrierten rund 100 Menschen gegen die desaströsen Lebensbedingungen im Flüchtlingslager Sinsheim. Rund 50 Flüchtlinge aus dem Lager beteiligten sich an der Kundgebung. Sie forderten die Abschaffung der Essenspakete und die Einführung von Bargeld, die Erlaubnis zu Arbeiten und die Möglichkeit auf gesellschaftliche Teilhabe.

Rede von Aufgetaucht! | Kraichgauer Stimme | Rhein-Neckar-Zeitung (mehr…)

Brief der Solidarität an die iranischen Streikenden

Liebe Mitstreiter/innen,

seit den ersten Tagen eures Hungerstreiks verfolgen wir, eine antirassistische Gruppe aus Heidelberg, euren politischen Kampf gegen das rassistische Lagerregime in Deutschland.Wir möchten euch zu Anfang unseres Briefes unsere volle Unterstützung und Solidarität zukommen lassen. Ihr fordert die Anerkennung als politische Flüchtlinge. Für uns liegt es auf der Hand und bedarf keiner weiteren Erklärung, euch diese Anerkennung zuzugestehen – als Menschen, die aus einem Land geflohen sind, in dem die Verfolgung und Hinrichtung von Regimegegner/innen und Unangepassten an der Tagesordnung stehen. (mehr…)

Dokumentarfilm Residenzpflicht | 12.6.12, Klub_K

Im Rahmen des Festivals zeigen wir den gerade neu erschienenen Film von Denise Garcia Bergt:
In den letzten 10 Jahren kämpften Gruppen von Flüchtlingen gegen die Residenzpflicht und fordern deren Abschaffung. Sie protestieren gegen die Isolation in welcher sie gezwungen sind zu leben und fordern ihr Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit. Der Film zeigt den Einfluss der Agentur Frontex und ihren ausgeklügelten Kontrollapparat an den Außengrenzen von Europa, die deutsche Sortierung und Verteilung von Flüchtlingen in Asylbewerberunterkünften, das koloniale Erbe und den Alltagsrassismus. Im Anschluss an den Film wird es die Möglichkeit zur Diskussion geben sowie Informationen zur aktuellen Lagersituation im Rhein-Neckar-Kreis.

Um 19h im Klub-k im Karlstorbahnhof. Wir freuen uns auf euer Kommen!

Redebeitrag auf der Sinsheimer Kundgebung

Lage und Aufbau des Lagers
Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis ist seit April 1998 für die vorläufige Unterbringung ausländischer Flüchtlinge im Landkreis zuständig und betreibt dazu unter anderem in Sinsheim ein offiziell „Gemeinschaftsunterkunft (GUK)“ genanntes Lager, in dem momentan über 400 Flüchtlinge und MigrantInnen aus aller Welt leben. Erst im Februar 2012 sind Mitte 2011 aufgestellte Container von bis zu hundert Flüchtlingen bezogen geworden. Damit ist es die größte Unterkunft im Rhein-Neckar-Kreis und eine der größten in Baden-Württemberg. Wie die meisten der (Isolations-)Lager, liegt auch das Lager in Sinsheim außerhalb der Stadt, als eines der letzten Gebäude im Industriegebiet. Direkt an den Bahngleisen, neben einem Bauschuttunternehmen, gegenüber eines Hundeheims. (mehr…)